Mittlerweile sind viele Seile, mittelmarkiert. Egal ob Einfach, Halb oder Zwillingsseile. Die Markierung löst sich aber mit der Zeit und um diese Nachzubessern kann entweder in teure Seiltinte investiert werden oder ein billiger Edding 3000 erstanden werden. Nachdem ich im BergundSteigen (3/09) den Artikel gelesen habe, markiere ich meine Seile eigentlich alle mit Edding 3000 und hatte noch nie Probleme.

Seil Markierung mit Edding 3000 Permanent Marker, Mitte (10cm) und Enden (5cm)

Was markiere ich: Ich markiere einerseits deutlich die Mitte (10cm breit) und die Enden (5cm breit). Bei einem Seil habe ich auch mal eine 15 Metermarke gemacht was sich aber nicht wirklich bewährt hat. Die Mittelmarkierung, auch bei Halb und Zwillingsseilen, macht für mich auf jeden Fall Sinn. Auch wenn diese für das Abseilen nicht primär wichtig ist, weiß ich gerne wo die 30 Meter Marke ist und das auch beim Abseilen. Die 30 Meter gelten natürlich nur für einen 60er Strick. Auch wenn ich mittlerweile einiges an Erfahrung habe, ist das immer wieder sehr hilfreich weil Seillängen oft unterschiedlich schnell geklettert werden und soll einmal ein Stand überklettert werden weiß ich mit der Markierung immer ziemlich genau wie viel Seil noch zur Verfügung steht gilt auch beim Abseilen in nicht so übersichtlichen Gelände.

Vorbildliche und gut überlegte Seilenden Markierung (Banderole) bei Tendon Seilen

Die Enden markiere ich aus dem Grund, dass ich diese im Seilhaufen relativ rasch wieder finde wenn ich vergesse diese auf die Seite zu legen oder ein Kletterpartner das vergisst. Da ich die Banderolen von den Seilenden immer sofort entferne, hab ich damals bei Pit Schubert so gelernt, verschwinden die Enden in der Einheitsfarbe der Seile. Bestes Beispiel sind die dicken Plastikeinfassungen bei Beal Seilen ein absoluter Horror aber auch die Tapes bei Mammut Seilen können Probleme machen. Aber generell kann sich das Seil an den Banderolen so festfressen das sich das Seil nicht abziehen lässt. Vorbildlich ist hier die Firma Tendon die das Problem erkannt hat und eine ganz hauchdünne Bezeichnung aufgebracht hat welche nicht störend ist und so ein hängenbleiben unmöglich macht.

Zu Beginn wie das mit dem Edding 3000 noch nicht so publiziert wurde habe ich bei meinen Seilen auch oft einen Faden eingenäht. Hat auch super funktioniert, ist aber ganz schön viel Arbeit und visuell nicht so gut zu unterscheiden, wie eine 10cm Markierung. Nützlich ist auch noch der Name oder ein Kurzzeichen auf den Enden :-) damit weiß ich immer, dass es sich um mein Seil handelt gerade wenn im Freundeskreis alle mit den gleichen Seilen herumlaufen.

Quelle: BergundSteigen Heft 3/09 (link zum Original Artikel ist unten angeführt)

Original Artikeln auf www.bergundsteigen.at

Seile selbst markieren, Ausgabe 2/2002 (alter Artikel, zwecks der Historie – keine Info zum Edding 3000)
Seilmarkierung mit Edding 3000, Ausgabe 3/2009