
ein Hotspot laut dem neuen „Klettern“!
Es war Freitag und das Wetter war nicht ganz so beständig. Aus diesem Grund beschlossen wir, Manuel und ich, auf die Hohe Wand zu fahren. Manuel wollte sich die Tour „Liebesspiel der Falken“ mal näher ansehen. Eine Tour mit drei Achterseillängen und einem super geilen Dach durch die Tristangrotte. Da ich die Tour vor ein paar Jahren mit Luki schon einmal gegangen bin, fand ich gleich den Einstieg. Ich checkte noch mal kurz mein Material und dann kletterte ich los.
Zug um Zug. Über die erste schwerere Stelle kam ich ganz gut drüber. Dann der Aufsteher auf die Platte. Dabei griff ich zweimal mit der falschen Hand weiter und rutschte immer wieder ab. Beim dritten Versuch war ich dann drüber. Über eine kleingriffige Platte zog ich mich hinauf. Manuel folgte und querte nach links zur nächsten Länge. Da er noch recht aufgepumpt von der ersten Länge war und ich mich erholen konnte, stieg ich gleich die nächste Länge weiter.
Diese war jetzt noch um einiges zacher! Zwei kleine Leisten und ein kleiner Tritt für den linken Fuß. Dann schob ich mich höher, klickte schnell die Express und zog mich an einer Piazschuppe hinauf. Dann ein weiter Zug nach links. Perfekt ein ganz guter Griff! Klick zweite Express. Jetzt ging es in der Verschneidung hinauf. Die Tour ist perfekt abgesichert und so konnte ich mich 100% aufs Klettern konzentrieren. Links um die Kante und über einen Piazriss hinauf. Dort musste ich mich jedoch des öfteren Hineinsetzten, da ich auch die Zugkombinatioen nicht kannte und das für mich onsight einfach zu schwer war! Geduldig sicherte mich Manuel und feuerte mich immer wieder an. Meine linke Hand begann wieder zu schmerzen. Nach dem Auschecken schaffte ich dann die Einzelzüge. In der Grotte machte ich Stand und Manuel stieg nach.
Unten war er sehr zügig unterwegs, jedoch hatte er auch so seine Probleme. Das Dach gehörte jetzt Manuel. Die Länge ist zwar nur mit 6+ bewertet, aber sehr eindrucksvoll. Unten das Loch der Höhle und weiter draußen die steile Wand.
Genussvoll zog er nach oben. Meine nächste Länge war eine sehr schöne 6er Verschneidungskletterei. Jetzt kam noch mal die Kante, welche auch mit 8- bewertet ist. Manuel tauchte seine Finger ins Magnesia und stieg los. Er war super unterwegs. Oben hatte er eine Minileiste. Über diese zog er nach links. Leider die falsche Richtung. Er probierte noch einen Zug und dann rauschte er ab.
Beim zweiten Anlauf war er drüber. Nachdem wir den Gipfel erreicht hatten, stiegen wir gemütlich wieder ab und gingen noch auf ein TAB.
Samstag. Das Wetter war noch immer nicht optimal. Wieder traf ich mich mit Manuel am Parkplatz in Wöllersdorf. Ein paar Regentropen tanzten auf der Windschutzscheibe, aber wir waren zuversichtlich. Umsteigen, Zeug einräumen und ab Richtung Hohen Wand.
Heute hatten wir eine nagelneue Hohe Wandtour vor zu klettern. „Den Almauftrieb“ wo genau wird noch nicht verraten. Vor einiger Zeit haben wir beim Klettern Walter & Brigitte getroffen. Die zwei waren gerade bei den letzen Arbeiten an ihrer neuen Tour. Am selben Abend habe ich auch ein Topo von Brigittes Tour bekommen, der „Jungen Füchsin, 7-“. Eine etwas gesuchte, aber super feinen gefundene Tour. Sehr schön mit ein paar echt traumhaften Seillängen. Danke an Walter & Brigitte vor allem Brigitte weil es ja ihre Tour ist.
Walter hat mir damals versprochen das Topo vom Almauftrieb (der neuen Tour) zu schicken, wenn er die Tour fertig und gepunktet hat. Vor zwei Wochen bekam ich das und wartete nur mehr auf den richtigen Zeitpunkt. Anfangs war meine Hand noch ziemlich defekt. Dann war ich in den Dolomiten, aber am Samstag war alles perfekt. Manuel hatte nur am Vormittag Zeit und so standen alle Zeichen auf Grün! Den Einstieg fanden wir bald. Die erste Länge war eine 5er gefolgt von einer Querung. Dann kam eine wunderschöne Platte mit einer kniffligen Stelle.
Diese wurde von Manuel onsight gelöst. Eine wirklich schöne Variante. Teilweise liegt zwar noch etwas Schotter herum, aber das wird sich wahrscheinlich bei häufigeren Begehungen bald bessern. In der dritten Seillänge brach mir dann ein kopfgroßer Tritt weg. Gott sei Dank ist der Großteil liegen geblieben. Insgesamt aber eine durchaus lohnende Variante. Vor allem die zweite Seillänge ist wahrlich ein Traum! Im Tourenbuch konnten wir dann den fünften Eintrag verzeichnen. In den Ausstiegsseilängen waren wir auch noch im trockenen.
Am Ausstieg angekommen begann es dann leicht zu Regnen Von Osten zogen ein paar dicke schwarze Regenwolken zu uns. Von der Zeit waren wir aber perfekt und so bekam Manuel zu Hause sicher keine Probleme *gg*!
Danke an Walter & Brigitte für die zwei schönen neuen Touren und liebe Grüße
… und bis zum nächsten mal!
die Fotos vom “Liebespiel der Falken” könnt ihr euch hier ansehen








